Aktuelle Seite: HomeÜber unsPresseberichteJahrgang 2011Neue Christusfigur für Gedenkkreuz

Christusfigur gesegnet

Seiters: Jegliche Form des Krieges ächten

Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag im Altkreis

evk Aschendorfermoor. Aus hellem Sandstein angefertigt, 120 Kilogramm schwer und für jeden weiteren Sturm gut gerüstet, vervollständigt seit wenigen Wochen ein neuer Korpus das Ehrenmal im Papenburger Ortsteil Aschendorfermoor. Im Rahmen des gestrigen Volkstrauertages, der auch im nördlichen Emsland vielerorts begangen wurde, erhielt die Christusfigur ihren Segen.

An der Gedenkfeier am wiederhergestellten Ehrenmal nahmen auch der stellvertretende Papenburger Bürgermeister Hermann Nehe, DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, Hermann Stevens, Vorsitzender des MGV Aschendorfermoor, Architekt Gerhard Janssen, Pastor Sebastian Borghardt und der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann teilAn der Gedenkfeier am wiederhergestellten Ehrenmal nahmen auch der stellvertretende Papenburger Bürgermeister Hermann Nehe, DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, Hermann Stevens, Vorsitzender des MGV Aschendorfermoor, Architekt Gerhard Janssen, Pastor Sebastian Borghardt und der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann teil. Foto: Eva Kleinert

"Sie haben das Ergebnis der Windböe wiedergutgemacht", dankte Pastor Sebastian Borghardt dem Männergesangverein (MGV) Aschendorfermoor. Der Geistliche erinnerte an die zurückliegenden Ereignisse: Im vergangenen Mai war die Christusfigur einer Böe zum Opfer gefallen. Die hatte den in den 1960er-Jahren geschaffenen Korpus vom Kreuz gerissen und zerstört. Der MGV, der seit fast 90 Jahren die Patenschaft für das Ehrenmal an der Dieckhausstraße übernimmt, rief zur Finanzierung eines neuen Korpus eine Spendenaktion ins Leben. Innerhalb weniger Monate konnte der MGV genügend Sponsoren finden, um schließlich eine neue Christusfigur bei den Gebrüdern Winkelmann aus Möhnesee in Auftrag zu geben.

Borghardt: "Sie haben in den neun Jahrzehnten in Ihrer Verantwortung nicht nachgelassen." Das Ehrenmal sei eine wichtige Wegmarke, um zu erinnern, gedenken und wachzuhalten.

Diesen Gedanken griff Dr. Rudolf Seiters, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, in seiner Rede zum Volkstrauertag auf. "Der Krieg ist aus dem Leben der Völker nicht verschwunden", erinnerte er an die zahlreichen Kriegsschauplätze in der Welt. Zwar sei der Zweite Weltkrieg nun mehr als 60 Jahre her, doch sei der Volkstrauertag eine gute Tradition, der Gefallenen zu gedenken. Terror und Konflikte seien auch in der heutigen Zeit präsent.

"Auch deutsche Soldaten dienen in den Kriegsgebieten", so Seiters. Umso erfreulicher sei es, dass im Zuge der europäischen Einigung auch Staaten zur Europäischen Union "ihren Zugang und Eingang" gefunden hätten, die vor Jahrzehnten noch vom "Eisernen Vorhang" abgeschirmt gewesen seien. Heutzutage müsse jegliche Form des Krieges geächtet werden. Daher sei das Bemühen des MGV, an Krieg und Gewalt zu erinnern und der Opfer zu gedenken, besonders bedeutsam.

"Mit Ihrem Ehrenmal verbinden Sie eine Friedensbotschaft", schloss sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann aus Aschendorf den Worten von Seiters an.

 

Nicht nur in Aschendorfermoor, auch in vielen weiteren Gemeinden des Altkreises Aschendorf-Hümmling haben gestern die Menschen der Kriegsopfer gedacht. In Sögel nahm erstmals eine Delegation der niederländischen Partnergemeinde Noordenveld an der Gedenkveranstaltung am Kriegerdenkmal teil. Noordenvelds Bürgermeister Hans van der Laan nahm den Gedanken des Volkstrauertages auf und sagte: "Die Völker müssen zur Aussöhnung bereit sein."

---
Quelle: Ems-Zeitung
Autor: Eva Kleinert
Veröffentlicht am 14.11.2011
© Ems-Zeitung
Alle Rechte vorbehalten

Aktuell sind 30 Gäste und keine Mitglieder online

Go to top
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com