Aktuelle Seite: HomeÜber unsPresseberichteJahrgang 2011
Wir veröffentlichen die folgenden Artikel mit freundlicher Genehmigung der entsprechenden Organe. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ausdrücklich. Die Quellenangabe finden Sie jeweils am Ende des Artikels.

"Das wichtigste ist der Spaß"

Felixplakette für St.-Antonius-Kita Papenburg

Bereits zum dritten Mal hat der Kindergarten St. Antonius die Felix-Plakette vom Deutschen Chorverband verliehen bekommen. Sichtlich stolz nahm Birgit Albers, Leiterin der Kita St. Antonius, Plakette und die Urkunde von Winfried Aubreville, Geschäftsführer vom Kreischorverband Emsland-Grafschaft Bentheim, entgegen.

felix 800x514Bei der feierlichen Vergabe waren auch der erste Vorsitzende Hermann Stevens und Chorleiter Günter Siepker vom Männer-gesangverein Aschendorfermoor zugegen. Der Männerchor aus Papenburg hatte 2004 die Patenschaft der Kita übernommen und unter anderem Instrumente für die musikalische Früherziehung der Kinder gespendet.

"Wir singen gern" steht auf der Felix-Plakette, die die Kita St. Antonius zum dritten Mal in Folge erhielt. Darüber freuen sich (von links): Hermann Stevens und Günter Siepker vom Männer-gesangverein Aschendorfermoor, Birgit Albers, die Leiterin der Kita St. Antonius, Winfried Aubreville, Geschäftsführer vom Kreischorverband Emsland-Grafschaft Bentheim sowie Bernd Tegeder, der erste Vorsitzende des Kirchenvorstandes St. Antonius. Foto: Anna Kröger

Der "Felix" ist das Gütesiegel des Deutschen Chorverbandes, mit dem Kindertagesstätten ausgezeichnet werden, die in besonderem Maße die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen fördern. Die Auszeichnung ist für drei Jahre gültig, danach kann eine Verlängerung beantragt werden.

"Aktives Singen und Musizieren bereitet nicht nur Freude, sondern fördert nachhaltig die intellektuellen, sozialen, emotionalen und ästhetischen Fähigkeiten der Kleinen", erklärte Aubreville. "Das Wichtigste ist aber, dass Singen den Kindern Spaß bereitet und sie sich wohlfühlen", fügte er hinzu. Das stellten die Kinder gleich unter Beweis und beeindruckten mit mehreren Liedern und rhythmischen Tanzeinlagen und zeigten, dass sie unterschiedliche Instrumente beherrschen.

---
Quelle: Ems-Zeitung
Autor: Anna Kröger
Veröffentlicht am 28.11.2011
© Ems-Zeitung
Alle Rechte vorbehalten

Christusfigur gesegnet

Seiters: Jegliche Form des Krieges ächten

Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag im Altkreis

evk Aschendorfermoor. Aus hellem Sandstein angefertigt, 120 Kilogramm schwer und für jeden weiteren Sturm gut gerüstet, vervollständigt seit wenigen Wochen ein neuer Korpus das Ehrenmal im Papenburger Ortsteil Aschendorfermoor. Im Rahmen des gestrigen Volkstrauertages, der auch im nördlichen Emsland vielerorts begangen wurde, erhielt die Christusfigur ihren Segen.

An der Gedenkfeier am wiederhergestellten Ehrenmal nahmen auch der stellvertretende Papenburger Bürgermeister Hermann Nehe, DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, Hermann Stevens, Vorsitzender des MGV Aschendorfermoor, Architekt Gerhard Janssen, Pastor Sebastian Borghardt und der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann teilAn der Gedenkfeier am wiederhergestellten Ehrenmal nahmen auch der stellvertretende Papenburger Bürgermeister Hermann Nehe, DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, Hermann Stevens, Vorsitzender des MGV Aschendorfermoor, Architekt Gerhard Janssen, Pastor Sebastian Borghardt und der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann teil. Foto: Eva Kleinert

"Sie haben das Ergebnis der Windböe wiedergutgemacht", dankte Pastor Sebastian Borghardt dem Männergesangverein (MGV) Aschendorfermoor. Der Geistliche erinnerte an die zurückliegenden Ereignisse: Im vergangenen Mai war die Christusfigur einer Böe zum Opfer gefallen. Die hatte den in den 1960er-Jahren geschaffenen Korpus vom Kreuz gerissen und zerstört. Der MGV, der seit fast 90 Jahren die Patenschaft für das Ehrenmal an der Dieckhausstraße übernimmt, rief zur Finanzierung eines neuen Korpus eine Spendenaktion ins Leben. Innerhalb weniger Monate konnte der MGV genügend Sponsoren finden, um schließlich eine neue Christusfigur bei den Gebrüdern Winkelmann aus Möhnesee in Auftrag zu geben.

Borghardt: "Sie haben in den neun Jahrzehnten in Ihrer Verantwortung nicht nachgelassen." Das Ehrenmal sei eine wichtige Wegmarke, um zu erinnern, gedenken und wachzuhalten.

Diesen Gedanken griff Dr. Rudolf Seiters, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, in seiner Rede zum Volkstrauertag auf. "Der Krieg ist aus dem Leben der Völker nicht verschwunden", erinnerte er an die zahlreichen Kriegsschauplätze in der Welt. Zwar sei der Zweite Weltkrieg nun mehr als 60 Jahre her, doch sei der Volkstrauertag eine gute Tradition, der Gefallenen zu gedenken. Terror und Konflikte seien auch in der heutigen Zeit präsent.

"Auch deutsche Soldaten dienen in den Kriegsgebieten", so Seiters. Umso erfreulicher sei es, dass im Zuge der europäischen Einigung auch Staaten zur Europäischen Union "ihren Zugang und Eingang" gefunden hätten, die vor Jahrzehnten noch vom "Eisernen Vorhang" abgeschirmt gewesen seien. Heutzutage müsse jegliche Form des Krieges geächtet werden. Daher sei das Bemühen des MGV, an Krieg und Gewalt zu erinnern und der Opfer zu gedenken, besonders bedeutsam.

"Mit Ihrem Ehrenmal verbinden Sie eine Friedensbotschaft", schloss sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann aus Aschendorf den Worten von Seiters an.

 

Nicht nur in Aschendorfermoor, auch in vielen weiteren Gemeinden des Altkreises Aschendorf-Hümmling haben gestern die Menschen der Kriegsopfer gedacht. In Sögel nahm erstmals eine Delegation der niederländischen Partnergemeinde Noordenveld an der Gedenkveranstaltung am Kriegerdenkmal teil. Noordenvelds Bürgermeister Hans van der Laan nahm den Gedanken des Volkstrauertages auf und sagte: "Die Völker müssen zur Aussöhnung bereit sein."

---
Quelle: Ems-Zeitung
Autor: Eva Kleinert
Veröffentlicht am 14.11.2011
© Ems-Zeitung
Alle Rechte vorbehalten

Neue Christusfigur für Gedenkkreuz

Ehrenmal in Aschendorfermoor nach Sturmschaden wiederhergestellt - Segnung am Volkstrauertag

Künstler Michael und Christoph Winkelmann, Architekt Gerd Janssen und MGV-Vorsitzenden Hermann StevensPapenburg - Ein neuer Korpus ziert das Gedenkkreuz beim Ehrenmal im Papenburger Ortsteil Aschendorfermoor. Entstanden ist die Sandsteinskulptur in der Bildhauerwerkstatt der Gebrüder Michael und Christoph Winkelmann in der Gemeinde Möhnesee (Kreis Soest).

Die Künstler selbst brachten die Christusfigur an dem steinernen Kreuz auf der Gedenkanlage an der Ecke Dieckhausstraße/Am Wäldchen an. Ein Kranwagen hievte die rund eineinhalb Meter hohe und gut 120 Kilo schwere Figur in die Höhe. Anschließend verankerten Michael und Christoph Winkelmann den Korpus an dem Kreuz. Gefertigt ist die Skulptur aus Ibbenbürener Sandstein.

"Wir sind sehr froh, dass wir das Ehrenmal so schnell wieder herrichten konnten", sagte Hermann Stevens, Vorsitzender des Männergesangvereins (MGV) Aschendorfermoor. Wie berichtet, hatte eine Windböe am 8. Mai den Korpus vom Kreuz gerissen. Die Christusfigur zerbrach beim Aufprall auf die Pflasterung in mehrere Teile. Eine Restaurierung des Werks, das der Lathener Bildhauer Wenige Anfang der 1960er-Jahre aus Kunstbeton geschaffen hatte, wurde aufgrund der gravierenden Beschädigungen verworfen.

Spendensammlung

Um einen neuen Korpus anzuschaffen, der zunächst mit rund 10000 Euro veranschlagt wurde, rief der MGV eine Spendenaktion ins Leben. Mit der Unterstützung durch Sponsoren und Förderer sowie auch dank des Entgegenkommens der Gebrüder Winkelmann, die die Arbeiten zum Selbstkostenpreis durchführten, sei es dem MGV gelungen, in rund fünf Monaten das Gedenkkreuz wieder zu erneuern, berichtete Stevens. Obwohl der ursprüngliche Kostenrahmen deutlich gesenkt werden konnte, zeigte der MGV-Vorsitzende weiter auf, sei eine kleine Lücke bei der Finanzierung doch noch offen geblieben. Diese hoffe der Verein, im kommenden Jahr im Rahmen der Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen schließen zu können.

Kirchlicher Segen

Den kirchlichen Segen soll der neue Korpus bei der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag am 13. November erhalten. Die Feierstunde mit Kranzniederlegung am Ehrenmal (Im Sockel des Kreuzes sind die Zeilen "Den Opfern zweier Weltkriege gewidmet" eingelassen) beginnt um 14.30 Uhr. Erwartet wird dazu auch der ehemalige Bundesinnenminister Rudolf Seiters, der Worte zum Volkstrauertag sprechen wird.

Das Vereinsleben des Männergesangvereins ist unmittelbar mit der Geschichte des Ehrenmals verbunden. Kurz nach seiner Gründung im Jahr 1922 hatte es sich der MGV zur Aufgabe gemacht, eine Klause für die im Ersten Weltkrieg 16 gefallenen Soldaten aus Aschendorfermoor zu errichten. Diese entstand an der Dieckhausstraße und wurde 1925 fertiggestellt. Anfang der 1960er-Jahre musste die Klause, die komplett abgerissen wurde, einer Straßenverlegung weichen. In Nachbarschaft des alten Standorts errichtete der MGV ein Wegekreuz. Der Neubau der Rheiderlandstraße verlangte erneut einen Umzug. So fand das Kreuz im Jahr 1976 seinen jetzigen Platz auf einer von privater Seite zur Verfügung gestellten Fläche an der Ecke Dieckhausstraße/Am Wäldchen. Zuletzt hatte der MGV die Anlage des Ehrenmals im Jahr 2005 neu gestaltet. Dabei wurden auch das Kreuz und der Korpus restauriert.

korpus350x298Naschkes Garten

Die Bruchstücke der Christusfigur aus den 1960er-Jahren haben Mitglieder des Männergesangsvereins indessen lose zusammengefügt und der Korpus hat eine Heimstatt im kleinen Gedenkhain von Naschkes Garten am Mittelkanal in Papenburg erhalten.

Stationen: Unsere Bilder zeigen (von links) die Künstler Michael und Christoph Winkelmann, Architekt Gerd Janssen und MGV-Vorsitzenden Hermann Stevens, das erneuerte Kreuz sowie den alten Korpus in Naschkes Garten.
Fotos: Klaus Dieckmann

---
Quelle: Ems-Zeitung
Autor: Klaus Dieckmann
Veröffentlicht am: 28.10.2011
© Ems-Zeitung
Alle Rechte vorbehalten

In der Hauptstadt mit Gesang beeindruckt

In der Hauptstadt mit Gesang beeindrucktBerlin (eb) - 29 Sänger des Männergesang-vereins (MGV) Aschendorfermoor haben bei einem Auftritt während der Mittagsandacht im Berliner Dom die Zuhörer dank der beein-druckenden Akustik begeistert. Auch in der St.-Laurentius-Kirche hat der MGV eine Hl. Messe mitgestaltet, danach ging es auf die Spuren des Hauptmanns von Köpenick. Einen besonderen Eindruck hinterließen auch die Besichtigungen des Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen und des Bundestags mit Besteigung der Kuppel. Insgesamt nahmen an der Fahrt des Vereins in die deutsche Hauptstadt 82 Personen teil.

 ---
Quelle: EL-Kurier
Veröffentlicht am 07.08.2011
Foto: Hans Christen
© EL-Kurier
Alle Rechte vorbehalten

Nachträgliche Glückwünsche für Wolbert Engeln

101 Jahre und davon 87 im Männergesangverein Papenburg

Einen Präsentkorb und zwei Urkunden erhielt Wolbert Engeln zu seinem 101. Geburtstag(reu) - "Herzlichen Glückwunsch nachträglich", mit diesen Worten wurde Wolbert Engeln gestern gleich zweimal im Johannesstift in Papenburg begrüßt. Sowohl Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft als auch der stellvertretende Landrat Josef Fening gratulierten dem Jubilar zur Vollendung des 101. Lebensjahres am 17. Juni dieses Jahres - aufgrund einer Erkrankung konnte er die Glückwünsche erst jetzt entgegennehmen.

Einen Präsentkorb und zwei Urkunden erhielt Wolbert Engeln zu seinem 101. Geburtstag von (von links) Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft und dem stellvertretenden Landrat Josef Fening. Auch Heinrich Walker (Leiter des Johannesstifts) und Schwester Wiltrudis Meyer freuten sich mit dem Jubilar. Foto: Sascha Reuter

Zum Geburtstag überreichten ihm die beiden Politiker je eine Ehrenurkunde vom Landkreis Emsland und der Stadt Papenburg. Als Bechtluft Engeln dann noch einen Präsentkorb überreichte, war der 101-Jährige tief bewegt: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", gab er mit einem Lächeln im Gesicht zu.

Bei anschließendem Kaffee und Kuchen fand Engeln die Worte wieder und erzählte von seinem Leben. Seit 87 Jahren sei er mittlerweile Mitglied im Männergesangverein Aschendorfermoor. Die Einzigartigkeit dieser Vereinstreue bestätigte ihm bereits vor zwei Jahren der Deutsche Chorverband. Aber auch Fußball - bei DJK Eintracht Papenburg - und sein Schrebergarten seien seine Hobbys gewesen. "Damals habe ich Gemüse angebaut und auch viele Blumen in meinem Garten gehabt", erzählt Engeln. Oftmals habe er Pflanzen wieder aufgepeppelt, die die Gartenbauzentrale nicht haben wollte. Gerne berichtet er auch von seinen Fahrten durch ganz Deutschland als Kraftfahrer: "Ich war immer unterwegs."

Jetzt ist er im Alter ruhiger geworden. "Meine jugendliche Spritzigkeit ist weg", erzählt Engeln. Das Johannesstift sei nun sein Zuhause. Hier kümmern sich die Pfleger und Schwester Wiltrudis Meyer um ihn. Meyer besuche ihn einmal täglich, um mit ihm zu reden, denn Engeln unterhält sich gerne noch auf Platt oder schaut draußen in den Wald als Ersatz für den Schrebergarten.

---
Quelle: Ems-Zeitung
Autor: Sascha Reuter
Veröffentlicht am 07.08.2011
© Ems-Zeitung
Alle Rechte vorbehalten  

Windböe fegt Korpus von Gedenkkreuz

Spendensammlung zur Erneuerung von Ehrenmal

Papenburg (kd) - Erneuern möchte der Männergesangverein (MGV) Aschendorfermoor das Gedenkkreuz auf der Denkmalsanlage an der Dieckhausstraße. Eine Windböe war am 8. Mai über den Bereich hinweg gefegt und hatte den Korpus vom Kreuz gerissen. Die Figur zerbrach beim Aufprall auf den Boden. Jetzt hat der MGV eine Spendeninitiative zur Anschaffung eines neuen Korpus gestartet. Veranschlagt sind Kosten von rund 10000 Euro.

Zerbrochen ist der Korpus beim Ehrenmal in AschendorfermoorFast neun Jahrzehnte währt bereits die Patenschaft des MGV für das Ehrenmal im Papenburger Ortsteil Aschendorfermoor. Ursprünglich als Gedenkstätte für die 16 im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Aschendorfermoor errichtet, erinnert die Denkmalsanlage heute allgemein an die Opfer von Krieg und Gewalt und mahnt im Zeichen des Kreuzes zum Frieden.



Zerbrochen ist der Korpus beim Ehrenmal in Aschen-dorfermoor. Der Männergesangverein hat jetzt eine Spendensammlung gestartet,
um einen neuen Korpus zu erwerben. Foto: MGV

Die Geschichte des Denkmals zieht sich gleichsam als roter Faden durch die Chronik des MGV. Kurz nach ihrer Gründung im Jahr 1922 hatte es sich die Sängerschar zur Aufgabe gemacht, an der Dieckhausstraße eine Klause für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus der Ortschaft zu schaffen. Diese wurde im Jahr 1925 fertiggestellt. Die Ausmalung hatte der Bokeler Künstler Wolter übernommen. Die Tafeln mit den Namen der Gefallenen fertigte der Lathener Bildhauer Hellerbernd. Die Tafeln finden sich heute in der Gedächtnisstätte in Aschendorf.

Die Klause selbst überdauerte die Zeit nicht. Sie musste im Jahr 1963 einer Straßenverlegung weichen und wurde komplett abgerissen. An ihre Stelle trat in Nachbarschaft des alten Standorts ein Wegekreuz, das der MGV in Auftrag gegeben hatte. Der Sockel trägt seitdem die Inschrift "Den Opfern zweier Weltkriege gewidmet". Der Neubau der Rheiderlandstraße im Jahr 1976 rief den MGV erneut zu einer Umzugsaktion auf den Plan. Auf einer von privater Seite zur Verfügung gestellten Fläche an der Ecke Dieckhausstraße/Am Wäldchen fand die Denkmalsanlage ihren heutigen Standort. Zuletzt im Jahr 2005 richtete der MGV das Ehrenmal neu her und ließ auch das Kreuz restaurieren. Am Volkstrauertag Mitte November 2005 wurde die neu gestaltete Anlage feierlich eingeweiht.

10 000 Euro Kosten

Nach Darstellung von MGV-Vorsitzendem Hermann Stevens möchte der Männergesangverein das Gesicht der Denkmalsanlage wieder in bekannter Form herstellen. So solle der bei dem Sturm zerbrochene Korpus durch eine neue Figur ersetzt werde.Einweihung des restaurierten Kreuzes im November 2005 Die Ausführung solle möglichst wieder in Sandstein erfolgen. Für eine derartige Arbeit kalkuliert der MGV laut Stevens mit Kosten in Höhe von gut 10000 Euro. Diesen Betrag könne der Verein nicht aus eigenen Mitteln aufbringen. Um den neuen Korpus bei einem Bildhauer in Auftrag geben zu können, sei der MGV daher auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Dazu hat der Männergesangverein Aschendorfermoor ein Spendenkonto bei der Sparkasse Emsland eingerichtet unter der Kontonummer 7000474 (Bankleitzahl 26650001).

 


Einweihung des restaurierten Kreuzes
im November 2005.
Foto: Klaus Dieckmann

---
Quelle: Ems-Zeitung
Autor: Klaus Dieckmann
Veröffentlicht am: 18.05.2011
© Emszeitung
Alle Rechte vorbehalten. 

 

Jahreshauptversammlung des MGV Aschendorfermoor - Chorreise nach Berlin

"Wir sind auf einem guten Weg"

jhv2011Für langjährige Treue zeichneten der Vorsitzende Hermann Stevens (Sechster von links)
und der Vorsitzende des Kreischorverbandes Emsland-Grafschaft Bentheim,
Hans Klein Gebbink (rechts),
einige Sänger aus. Foto: mm

Aschendorfermoor (mm) - "Wir sind auf einem guten Weg", so Hermann Stevens, Vorsitzender des Männergesangvereins (MGV) Aschendorfermoor. Er zog auf der Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz aus dem vergangenen Jahr, verbunden mit einem positiv stimmenden Ausblick. Seine Aussage belegte er mit seinem Rückblick auf das Herbstkonzert. Es war ein gemeinsamer Auftritt mit dem Jugendchor "Forever young" und dem niederländischen Trio "Three Voices".

Auch in diesem Jahr setzt sich "der gute Weg" fort: Auf ihrer Chorreise nach Berlin treten die Sänger im Berliner Dom auf, und sie werden außerdem in der Pfarrkirche St. Ansgar am Hansaplatz, Berlin-Mitte, singen. Ein weiteres Ereignis wirft ebenfalls seine Schatten voraus: Anlässlich seines 90-jährigen Bestehens im Jahr 2012 richtet der Männergesangverein Aschendorfermoor das Sängerfest aus.

Dirigent Günter Siepker, der sich eine Fortsetzung der positiven Probenbeteiligung auch für 2011 wünscht, lobte die Sänger für ihre guten, gesanglichen Darbietungen. Als wichtige Aufgabe sieht der Vorstand die Werbung neuer Mitglieder: "Neue Sänger sind überlebensnotwendig für den Chor."

"Es gibt wohl kein schöneres Hobby als eins, wo man auch andere Menschen glücklich macht", betonte Hans Klein Gebbink, Vorsitzender des Kreischorverbandes Emsland-Grafschaft Bentheim. Mit diesen Worten lobte er zugleich Helmuth Gatzka und Hermann Lange, die auf eine 40-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Chorverband zurückblicken. Aus diesen Anlass überreichte ihnen Klein Gebbink die goldene Ehrennadel.

Die silberne Nadel des Männergesangvereins Aschendorfermoor erhielten Chorleiter Günter Siepker und Schriftführer Hartmut Klevorn. Beide arbeiten seit acht Jahren im Vorstand mit. Als fördernde Mitglieder wurden Heinrich Nintemann mit der goldenen sowie Bernhard Stubbe und Wilhelm Stubbe mit der bronzenen Ehrennadel für ihre langjährige Treue zum Chor ausgezeichnet. Anerkennung in Form eines Bechers zollte der Verein auch Jan Nee und Michael Sandmann, die an allen 66 Aktivitäten des MGV teilgenommen hatten.

Eindeutig sprachen sich die Mitglieder bei den Wahlen für die Fortsetzung der Vorstandsarbeit aus. Ohne Gegenstimme bestätigten sie Liedervater Thomas Albers, Schriftführer Hartmut Klevorn und Kassierer Dieter Rosendahl in ihren Ämtern. Zum neuen Kassenprüfer ernannte die Versammlung Uwe Murra.

Für Schriftführer Hartmut Klevorn blickte sein Stellvertreter Rolf Kracke auf das vergangene Jahr zurück. Das Winterfest, die Beteiligung am Festgottesdienst zum 200-jährigen Jubiläum des Johannesstiftes und die Nikolausfeier für die Kinder und Enkelkinder der Sänger seien in guter Erinnerung geblieben.


---
Quelle: Ems-Zeitung
Autorin: mm
Veröffentlicht am: 14.01.2011
© Ems-Zeitung
Alle Rechte vorbehalten.

Eine ungewöhnliche Patenschaft

Steinkreuz in Aschendorfermoor wird seit bald 87 Jahren vom Chor gepflegt


denkmal-2011-01-09-600

2005 wurde das Ehrenmal letztmals renoviert und anschließend von
Pastor Alfons Thörner eingeweiht. K.-Dieckmann-Archivfoto


Aschendorfermoor (bjd) - Seit nunmehr bald 87 Jahren unterhält der Männergesangverein Aschendorfermoor eine ungewöhnliche "Patenschaft": Einmal pro Woche, so berichtet Vorsitzender Hermann Stevens, pflegen Mitglieder des jeweiligen Festausschusses ein Steinkreuz auf dem Grundstück eines Landwirtes nahe der Straße zwischen Papenburg und Aschendorfermoor.

Generationen von Sängern haben sich bereits um das im Jahre 1924 auf Initiative ihres MGV zum Gedenken an 16 gefallene Soldaten aus der Gemeinde errichtete Ehrenmal gekümmert. 1922, mit Gründung des MGV, wurde in der Gemeinschaft sogleich der Wille laut, das Gedenken an die 16 Mitbürger, die ihr Leben im Krieg verloren hatten, wach zu halten. Dazu bot sich den Choristen "aus dem Moor" bald Gelegenheit: das von einer einheimischen Familie gestiftete Wegekreuz, das im Laufe der Jahre verwittert war, als Gedächtnisstätte zu erneuern. In einer Bürgerversammlung fand der Vorschlag Zustimmung, anstelle des Kreuzes eine Klause zu errichten und das restaurierte Kreuz darin aufzustellen. Die Klause wurde den "Gefallenen der Schulgemeinde" geweiht.

Die Finanzierung bewerkstelligte der Gesangverein durch Sponsoren und eigene Aktionen wie Theateraufführungen und Feste. Mit der Gestaltung der beiden Tafeln mit den Namen der Gefallenen beauftragte man den Künstler Hellerbernd. Die Ausmalung der Kapelle übernahm der Kunstmaler Julius Wolter aus Bokel.

Zu den "festen Programmpunkten" zählten in jedem Jahr die Gedenkfeiern an der Kapelle anlässlich des Volkstrauertages. 1963 wurde das Vereinsleben des MGV wieder stark von der Gedächtnisstätte geprägt. Durch die Verlegung eines Weges musste ein neuer Standort gesucht werden. Zudem war das Mauerwerk derart zersetzt, dass man sich entschloss, die Klause durch ein Wegekreuz zu ersetzen. Die Inneneinrichtung und eine im Mauerpodest gefundene Metallbüchse mit Münzen lagerte man zunächst auf dem Dachboden der "Moorschule"; die Tafeln mit den eingeschnitzten Namen der 16 Gefallenen aus dem Aschendorfer- bzw. Bokelermoor stellte man für die Gedächtnisstätte in Aschendorf zur Verfügung.

Der Lathener Bildhauer Wenge übernahm für 2500 DM den Auftrag, das neue Kreuz zu schaffen, dessen Sockel nun die Inschrift trägt: "Den Opfern zweier Weltkriege gewidmet." Die Familie Johann Norda, Angehörige des MGV, stellte ihr der früheren Klause gegenüberliegendes Grundstück unentgeltlich bereit. Am Totensonntag des Jahres 1963 segnete Pfarrer Albers aus Papenburg die neue Anlage.

Im Jahr 1976 verfügte der Landkreis, im Zuge des Neubaus der Kreisstraße 58 die Gedenkstätte aus dem Bereich Burenweg/Dieckhausstraße zu verlegen. In einem Großeinsatz baute der Männergesangverein das Ehrenmal ab und errichtete es wieder auf einem Platz, den ihr Vereinskamerad Bernhard Springfeld zur Verfügung gestellt hatte.

Bei der Einweihung der Anlage im Jahr 1963 hatte Rust die vielen Gläubigen gebeten, angesichts des Kreuzes "den Hut zu ziehen". Wann immer die Männer des MGV, die seit nunmehr 80 Jahren reihum ihren "Pflegedienst" ausüben, ihre Arbeit aufnehmen, lüften sie ehrerbietig und im stillen Gedenken ihre Kopfbedeckung.

---
Veröffentlicht am: 09.01.2011
Autor: Björn Dieckmann
© EL Kurier Papenburg
Alle Rechte vorbehalten

Aktuell sind 28 Gäste und keine Mitglieder online

Go to top
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com