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Sommerfest

Die Ems-Zeitung schrieb am 15. Juli 1929:

Das Sommerfest in der „Waldlust“ in Aschendorfermoor
"Das gestrige Sommerfest des Gesangvereins war ein Ereignis für das sonst so stille Moor. Eine solche Menschenmenge hat die „Waldlust“ wohl kaum jemals gesehen. Schon kurze Zeit nach Beginn des Festes war der ganze Block Sommerfest 1929 in der „Waldlust“ in AschendorfermoorEinlaßkarten verkauft und immer noch strömten neue Menschenmassen heran, so dass schleunigst neue Karten „gedruckt“ werden mussten. Das schön geschmückte geräumige Zelt von Kuizer-Leer erwies sich leider als viel zu klein und auch in den Gartenanlagen war bald kein Plätzchen mehr zu haben. Die Stadtkapelle Papenburg spielte recht flott und es herrschte allenthalben eine gehobene Feststimmung. Zwischendurch sang der Verein bekannte Volkslieder. Es wurde von allen Anwesenden anerkannt, dass der Verein in letzter Zeit gute Fortschritte gemacht hat. Der Dirigent, Lehrer Köhne, hat seine Sänger gut diszipliniert und hält sie straff in der Hand. Der Verein besteht nur aus 12 Mitgliedern. Die Zahl ist für so ein großes Fest reichlich klein, sonst wären die Darbietungen noch bedeutend besser zur Geltung gekommen. Für die Tanzlustigen hätte das Zelt mindestens doppelt so gross sein müssen und es liess sich nicht vermeiden, dass manches zierliche Damenfüsschen in unangenehme ungewollte Berührung mit einer grösseren Schuhnummer geriet. Das tat aber der Stimmung keinen Abbruch und man vertröstete sich damit, dass es später vielleicht weniger voll sein würde; Diese Hoffnung war aber durchaus irrig. Die drangvoll fürchterliche Enge hielt bis zum Schluss an. Speisen und Getränke der „Waldlust“ waren hervorragend und Kenner behaupten, es seinen gewaltige Breschen in die Vorratskammer geschlagen worden. Der Gesangverein Aschendorfermoor kann stolz sein auf den großen Erfolg und dürfte seinen Zweck, einige Mark für die Renovierung der Kriegergedächtnisklause zu erübrigen, gewiss erreicht haben. Wir würden dem Verein raten, nicht wieder zu lange mit der Veranstaltung eines Sommerfestes zu warten; wie sich gezeigt hat, verweilen die Papenburger gerne einige Stunden bei den Sängern von Aschendorfermoor in der idyllisch gelegenen „Waldlust".

Der MGV im Jahre 1935 v. lks. sitzend: Joh. Behrens, Herm. Engeln, Chorleiter Bernh. Köhne,, Liedervater Gerh. Lange Joh. Post stehend: H. Kassens, Gerh. Springfeld, Heinz Köhne, L. Behrens, Wolbert Engeln, H. Frey, Gerh. Lange jun., Bernh. Wichmann, Wilh. Schmitz, Theo Springfeld, H. Lampen, Adolf Post, Josef Rosema, Heinr. Schnieders

Der MGV im Jahre 1935 v. lks.
sitzend: Joh. Behrens, Herm. Engeln, Chorleiter Bernh. Köhne,, Liedervater Gerh. Lange Joh. Post
stehend: H. Kassens, Gerh. Springfeld, Heinz Köhne, L. Behrens, Wolbert Engeln, H. Frey, Gerh. Lange jun., Bernh. Wichmann, Wilh. Schmitz, Theo Springfeld, H. Lampen, Adolf Post, Josef Rosema, Heinr. Schnieders

Bis zum Ende der dreißiger Jahre hatte der Männergesangverein Aschendorfermoor gute Fortschritte gemacht. Man zählte mittlerweile über 20 Mitglieder und pflegte, wie aus Zeitungsberichten zu entnehmen ist, freundschaftliche Verhältnisse zu den Vereinen in der unmittelbaren Nachbarschaft. Alljährlich wiederkehrende Feierlichkeiten hatten ihren festen Platz im Vereinsleben. Die erste personelle Veränderung in der Vereinsspitze ergab sich 1931 durch den Tod von Heinrich Engeln. Sein Nachfolger im Amt des Liedervaters wurde der Sangesbruder Gerhard Lange.

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beeinträchtigte das Vereinsleben in den folgenden Jahren ganz erheblich. Einige Sangesbrüder wurden sofort am ersten Tag eingezogen. Als im Laufe der nächsten Monate weitere Sänger in den Krieg mussten, kam das Vereinsleben schließlich ganz zum Erliegen.
Als sich nach dem Krieg die Verhältnisse langsam zu normalisieren begannen, dürften die ersten Impulse zum Neuanfang vom Dirigenten Bernhard Köhne ausgegangen sein. Die Sänger trafen sich in der ersten Zeit mehr oder weniger regelmäßig in der vertrauten „Waldlust“. Wir dürfen annehmen, dass das erste gemeinsam gesungene Lied den Sangesbrüdern recht schwer gefallen ist. Zu sehr lasteten noch die schlimmen Erinnerungen und die Folgen des schrecklichen Krieges auf ihnen.

Die Jubiläumsfeier am 3. Juli 1949 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Männergesangvereins „Fidelitas“ war eines der ersten öffentlichen Auftritte. Das eigene 25-jährige Vereinsjubiläum feierte der Männergesang-verein Aschendorfermoor durch den Krieg verspätet am 7. August 1949.

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